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Daiwa Exceler LT 2500 oder Shimano Sedona FJ 2500: welche 2500er passt?

Zwei Frontbremsrollen in Größe 2500 von den beiden Herstellern, die den Rollenmarkt unter sich aufteilen. Beide sind für dieselbe Rute gedacht, für dieselben Schnurstärken und für dasselbe Angeln vom Ufer auf Barsch, Zander und Forelle. Trotzdem sind sie unterschiedlich gebaut: Die eine ist auf Leichtigkeit ausgelegt, die andere auf Spulenvolumen.

Wer die Rute dazu noch sucht, findet die passenden Kombinationen bei den Angelruten mit Rolle. Hier stehen die beiden Rollen mit ihren Datenblättern nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Größenangabe 2500 sagt nichts über die Spulenkapazität, sie ist keine Norm, sondern eine Hausnummer des jeweiligen Herstellers.
  • Die Daiwa Exceler, wenn die Kombination leicht bleiben soll195 Gramm, fünf Kugellager und ein Schnureinzug von fünfundsiebzig Zentimetern je Kurbelumdrehung
  • Die Shimano Sedona, wenn viel Schnur auf die Spule muss160 Meter in 0,25 Millimeter, also rund zwei Drittel mehr Spulenvolumen
  • Beide arbeiten mit Frontbremse und tragen zwei Jahre Herstellergarantie

Die zwei Kandidaten

Daiwa Exceler LT 2500

195 Gramm auf der Rute

Die Leichte
DAIWA 23 Exceler LT 2500 Spinnrolle mit FrontbremseÜbersetzung 5,3:1, fünfundsiebzig Zentimeter Schnureinzug je Kurbelumdrehung, fünf Kugellager und eine bis zehn Kilogramm einstellbare Frontbremse.

Shimano Sedona FJ 2500

160 Meter auf der Spule

Die Geräumige
Shimano Sedona FJ 2500 Spinnrolle mit FrontbremseÜbersetzung 5,0:1, dreiundsiebzig Zentimeter Schnureinzug je Kurbelumdrehung, Schnurfassung 160 Meter in 0,25 Millimeter.

Die Daten nebeneinander

MerkmalDaiwa Exceler LT 2500Shimano Sedona FJ 2500
Gewicht195 g240 g
Übersetzung5,3:15,0:1
Tempo je Kurbelumdrehung75 cm73 cm
Kraft je Kurbelumdrehungkürzerer Hebelweglangsamere Übersetzung
Schnurfassung150 m in 0,20 mm160 m in 0,25 mm
Spulenvolumen gerechnetrund 4700 mm³rund 7900 mm³
Kugellager5keine Angabe
BremsbauartFrontbremseFrontbremse
Maximale Bremskraft10,0 kgkeine Angabe
Ab Werk gedacht fürdünne Schnüreauch 0,25 mm und stärker
Garantie2 Jahre2 Jahre
Modell23EXCELERLT2500SE2500FJ

Werte nach den Angaben der Hersteller zu beiden Modellen, Stand der Datenblätter im Handel. Shimano beziffert für die Sedona weder Kugellager noch maximale Bremskraft, ein Vergleich dieser beiden Zeilen ist deshalb nicht möglich. Das Spulenvolumen ist von uns aus Schnurstärke und Schnurlänge gerechnet und beschreibt eine Größenordnung, keinen Herstellerwert. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Warum die Größe 2500 nichts über die Kapazität sagt

Die Rechnung mit dem Spulenvolumen

Schnur ist ein Zylinder. Ihr Volumen ist der Querschnitt mal die Länge, und der Querschnitt wächst mit dem Quadrat des Durchmessers.

0,20 Millimeter ergeben einen Querschnitt von 0,031 Quadratmillimetern. Mal 150 Meter sind das rund 4700 Kubikmillimeter Schnur auf der Daiwa-Spule.

0,25 Millimeter ergeben 0,049 Quadratmillimeter. Mal 160 Meter sind das rund 7900 Kubikmillimeter auf der Shimano-Spule, also zwei Drittel mehr.

Auf 0,20 Millimeter umgerechnet würde die Sedona-Spule damit etwa 250 Meter fassen statt 150. Praktisch heißt das: Die gleiche Zahl auf dem Gehäuse steht bei den beiden Herstellern für zwei deutlich verschiedene Spulen.

Was fünfundvierzig Gramm an der Rute ausmachen

Die Rechnung mit dem Schwerpunkt

Die Rolle sitzt beim Spinnfischen etwa vierzig Zentimeter vor dem Ende des Griffs. Fünfundvierzig Gramm mehr an dieser Stelle bedeuten rund 1800 Grammzentimeter zusätzliches Moment vor der Hand.

Eine Rute von 2,70 Metern hat ihren eigenen Schwerpunkt gut einen Meter vor dem Griffende. Die Rolle wirkt also als Gegengewicht dazu, und das umso stärker, je schwerer sie ist.

Über einen Angeltag mit zweihundert Würfen bewegt die leichtere Rolle rund neun Kilogramm weniger Masse. Beim reinen Halten über Stunden hilft dagegen die schwerere, weil die Spitze weniger nach vorne zieht.

Praktisch heißt das: Leicht ist gut beim Werfen, ausbalanciert ist gut beim Führen. Wer stundenlang Gummifische zupft, spürt beides, wer den Köder ablegt und wartet, keines von beiden.

Wofür zehn Kilogramm Bremskraft gut sind

Die Rechnung mit der Tragkraft

Eine monofile Schnur von 0,20 Millimetern trägt je nach Fabrikat etwa vier Kilogramm, eine geflochtene derselben Stärke rund das Dreifache.

Die Bremse der Exceler lässt sich auf zehn Kilogramm zudrehen. Das ist mehr als die Schnur aushält, und zwar in beiden Fällen deutlich.

Als Faustregel stellt man die Bremse auf ein Viertel bis ein Drittel der Schnurtragkraft ein, bei vier Kilogramm Tragkraft also auf gut ein Kilogramm.

Praktisch heißt das: Die Zahl auf dem Datenblatt ist eine Obergrenze der Mechanik, keine Einstellempfehlung. Interessanter als das Maximum ist, wie fein sich die Bremse im unteren Bereich dosieren lässt, und dazu schweigen beide Datenblätter.

Für lange Angeltage
DAIWA 23 Exceler LT 2500 Spinnrolle mit FrontbremseFünfundsiebzig Zentimeter Schnureinzug je Kurbelumdrehung bei 195 Gramm Eigengewicht, fünf Kugellager und eine Frontbremse mit zehn Kilogramm Reserve nach oben.

Wofür welche Rolle reicht

Nach Angelart entschieden
Spinnfischen auf Barsch mit Gummifisch
Bei zweihundert Würfen am Tag zählt jedes Gramm an der Rute, und dünne Geflochtene füllt die Spule ohnehin.
Ansitz auf Karpfen mit dicker Mono
0,25 Millimeter passen ab Werk auf die Spule, und flüchtende Fische bekommen mehr Reserve.
Erste eigene Rolle für Anfänger
Dickere Schnur verzeiht Knoten und Grundkontakt eher, und die Spule ist dafür ausgelegt.
Forellensee mit feiner Montage
Fünf Kugellager und der leichtere Lauf helfen, wenn der Biss kaum zu spüren ist.
Meeresangeln vom Ufer
Mehr Schnur auf der Spule ist hier die einzige Reserve, die man nicht nachträglich bekommt.
Ultraleichtes Fischen mit kurzer Rute
Eine 1,80-Meter-Rute wiegt selbst kaum mehr als hundert Gramm, da wären 240 Gramm Rolle unten zu viel.

Welche Rute zu welcher Rolle gehört, hängt am Zielfisch: Die Zahlen dazu stehen bei den Angelruten für Zander und, eine Klasse kräftiger, bei den Angelruten für Hechte. Wer wissen will, was eine Rolle der nächsten Preisklasse anders macht, findet die Werte im Test der Daiwa Caldia LT 2500.

Wo jede von beiden gewinnt

Für die Daiwa Exceler spricht

  • 195 Gramm statt 240
  • Fünf Kugellager beziffert
  • Fünfundsiebzig Zentimeter Einzug je Umdrehung
  • Bremskraft mit zehn Kilogramm angegeben
  • Passt auch an sehr leichte Ruten

Für die Shimano Sedona spricht

  • Rund zwei Drittel mehr Spulenvolumen
  • 0,25 Millimeter ab Werk vorgesehen
  • Langsamere Übersetzung, mehr Kraft an der Kurbel
  • Mehr Masse balanciert kopflastige Ruten
  • Reserve für Fische, die Schnur nehmen

Beide Datenblätter schweigen zu derselben Frage: Wie fein lässt sich die Bremse im untersten Bereich einstellen, also genau dort, wo sie beim Drill tatsächlich arbeitet. Die maximale Bremskraft sagt darüber nichts, und die Anzahl der Kugellager auch nicht. Wer die Wahl vor sich hat, dreht im Laden die Bremse ganz auf und dann in kleinen Schritten zu und zieht dabei an der Schnur. Springt der Widerstand in Stufen statt gleichmäßig anzusteigen, hilft auch das schönste Datenblatt nicht.

Wenn keine von beiden passt

Drei Wege daneben
Die Größere
Sahara 2500 FJ
Wenn es eine Shimano eine Klasse höher sein sollShimano Sahara 2500 FJ Spinnrolle mit FrontbremseDieselbe Bauform und dieselbe Größenangabe wie die Sedona, aber aus der nächsthöheren Baureihe des Herstellers.
Daiwa 20 Laguna Lt 2500 Jb4 0.19Yl - Spinnrolle + geflochtene Schnur, Angelolle zum Spinnfischen, Stationärrolle
Wenn die Schnur gleich mit dabei sein sollDaiwa 20 Laguna LT 2500 Spinnrolle mit geflochtener SchnurRolle und bespulte Geflochtene in 0,19 Millimeter im Set, damit entfällt der erste Gang zur Spulmaschine.
Shimano Rolle Sienna FG 2500
Wenn es eine Zweitrolle für die Ersatzrute istShimano Sienna FG 2500 Spinnrolle mit FrontbremseDie einfachste Baureihe im Programm, gedacht für gelegentliches Angeln und als Rolle, die im Kofferraum liegen darf.

Häufige Fragen zu Angelrollen

Was bedeutet die Größenangabe 2500 überhaupt?

Sie ist eine herstellereigene Klassenbezeichnung, keine Norm. Grob steht sie für Rollen, die zwischen 150 und 250 Meter Schnur mittlerer Stärke fassen und an Ruten von zwei bis drei Metern passen. Wie viel Schnur tatsächlich draufgeht, steht nur auf dem Datenblatt, und dort weichen zwei Rollen mit derselben Zahl leicht um die Hälfte voneinander ab.

Ist eine höhere Übersetzung immer besser?

Nein, sie ist nur schneller. Eine Übersetzung von 5,3:1 holt bei jeder Kurbelumdrehung mehr Schnur ein als 5,0:1, verlangt dafür aber mehr Kraft an der Kurbel. Wer schwere Köder tief führt oder gegen Strömung kurbelt, kommt mit der langsameren Rolle bequemer zurecht, wer schnelle Köder anbieten will, mit der schnelleren.

Wie viele Kugellager braucht eine Rolle?

Weniger, als die Werbung nahelegt. Entscheidend ist, wo sie sitzen, nicht wie viele es sind: Ein gutes Lager an der Achse des Rotors bringt mehr als vier billige an unkritischen Stellen. Fünf Lager sind für eine Rolle dieser Klasse üblich und völlig ausreichend, zweistellige Angaben sagen vor allem etwas über das Marketing aus.

Auf welchen Wert stelle ich die Bremse ein?

Auf etwa ein Viertel bis ein Drittel der Tragkraft der Schnur. Bei einer monofilen Schnur von 0,20 Millimetern mit rund vier Kilogramm Tragkraft sind das gut ein Kilogramm. Prüfen lässt sich das ohne Waage: Die Schnur muss sich unter deutlichem, aber nicht extremem Zug von Hand abziehen lassen, ruckfrei und gleichmäßig.

Passt jede Rolle an jede Rute?

Mechanisch ja, der Rollenfuß ist genormt. Sinnvoll ist es nicht immer: Eine 240-Gramm-Rolle an einer ultraleichten Rute macht die Kombination unten schwer, eine 195-Gramm-Rolle an einer schweren Hechtrute lässt sie nach vorne kippen. Welche Rute zu welchem Zielfisch gehört, steht bei den Angelruten für Raubfische.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,4/10Die Leichtere

DAIWA 23 Exceler LT 2500 Spinnrolle mit Frontbremse

Wer die Rolle den ganzen Tag in Bewegung hat, also Gummifische zupft, Blinker führt oder mit feiner Montage am Forellensee steht, nimmt die Exceler, weil fünfundvierzig Gramm weniger nach zweihundert Würfen im Handgelenk ankommen und die fünf Kugellager auch feine Bisse durchlassen. Wer dagegen viel Schnur braucht, weil der Fisch flüchten kann oder weil die Montage im Wasser bleibt, ist mit der Sedona besser bedient, deren Spule rund zwei Drittel mehr fasst und dickere Schnur ab Werk vorsieht. Die eine Zahl, an der beide gemessen werden müssten, nämlich die Feinfühligkeit der Bremse im untersten Bereich, steht in keinem der beiden Datenblätter.
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